Auch der Freistaat muss seiner Verantwortung jetzt gerecht werden

  • von  Helga Schmitt-Bussinger
    29.11.2016
  • Beiträge [Partei], Bayerischer Landtag, Helga Schmitt-Bussinger

Die Nürnberger Landtagsabgeordnete Helga Schmitt-Bussinger, Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst, und mit ihr die Nürnberger Kollegen Angelika Weikert, Stefan Schuster und Arif Tasdelen, fordern in einem Berichtsantrag von der Staatsregierung Auskunft über die Beteiligung des Freistaats bei der baulichen Sicherung und der Umsetzung des Konzepts zur politischen Vermittlungsarbeit von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld in Nürnberg:

„Zeppelintribüne und Zeppelinfeld sind fass- und begreifbares Zeugnis des Ausmaßes und der gefährlichen Wirkung nationalsozialistischer Selbstherrlichkeit. Mit ihnen kann auf einzigartige Weise nachvollzogen werden, wie Deutschland in die dunkelste Zeit seiner Geschichte marschierte“, so Schmitt-Bussinger. 

Dieser Bedeutung sei sich die Stadt Nürnberg bewusst, die sich schon immer kritisch, konstruktiv und gewollt pragmatisch mit ihrem Erbe befasst habe. Die Stadt Nürnberg hat nun ein Konzept für die bauliche Sicherung und die Erinnerungsarbeit entwickelt, konkrete Kosten genannt und sich an die Bundeskanzlerin und den Bayerischen Ministerpräsidenten gewandt hat. Die Nürnberger Landtagsabgeordneten stünden hinter der Stadt und dankten für die bisherige Aufarbeitung in ihrer offensiven und gelingenden Art.

„Deshalb“, so die Abgeordnete, „ist es für den Landtag jetzt an der Zeit, Art und Umfang der Beteiligung an diesem wichtigen Projekt Nürnbergs zu bestimmen. Und dazu gehört natürlich auch ein finanzieller Beitrag des Freistaats, wie er auf Seiten des Bundes im Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und CSU festgelegt ist. Ich will durch meinen Antrag erreichen, dass wir im Landtag stets über Art und Umfang der Zusammenarbeit zwischen Stadt Nürnberg und Staatsregierung informiert sind. Denn bei einem so wichtigen Bau- und Bildungsprojekt müssen alle Räder von Bund, Freistaat und Stadt ineinandergreifen, um zum Gelingen beizutragen.“