Neuer Hoffnungsschimmer für das Retti-Palais?
Mittel aus dem Entschädigungsfonds für die Sanierung

Nach einer Anfrage der Landtagsabgeordneten und, Helga Schmitt-Bussinger, stellt das Landesamt für Denkmalpflege bis 1,9 Millionen Euro aus dem Entschädigungsfonds für das Retti-Palais in Aussicht. Außerdem fordert die Abgeordnete Staatsminister Spaenle auf, sich vor Ort ein Bild zu machen. |
„Die Unterstützung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, wäre ein wichtiger Schritt zur Rettung des Retti-Palais“, so die Abgeordnete. „Zusammen mit einer Kofinanzierung durch die Bayerische Landesstiftung sowie die Städtebauförderung durch Bund und Land wäre die finanzielle Belastung für die Stadt Ansbach einigermaßen darstellbar“, so Schmitt-Bussinger weiter. Natürlich ist die Förderung mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds an enge Voraussetzungen gebunden: Das Baudenkmal muss eine besondere Bedeutung besitzen, welche vom Landesamt für Denkmalpflege festgestellt werden muss. Eben diese besondere Bedeutung hat Generalkonservator Pfeil in seinem Schreiben an Schmitt-Bussinger festgestellt. „Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege unterstützt – ein entsprechend sinnvolles denkmalverträgliches Konzept vorausgesetzt – nachdrücklich die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Entschädigungsfonds“, so der Generalkonservator in seinem Schreiben. Nach Angaben des Generalkonservators kann somit eine Summe von 1,9 Millionen Euro für den sogenannten denkmalpflegerischen Mehraufwand bereitgestellt werden. „Je schneller der Verfall dieses Denkmals, das noch nicht einmal beheizt wird, gestoppt werden kann, desto besser. Hierfür müssen sich nun alle Verantwortlichen endlich auf ein Nutzungskonzept einigen. Nach wie vor wäre die beste Nutzung durch die Staatsbibliothek gewährleistet. Die momentane Unterbringung ist nicht optimal und auf Dauer auch nicht akzeptabel“, so Schmitt-Bussinger. Hier müssen sich die Verantwortlichen bewegen. Die Abgeordnete hat aus diesem Grund den zuständigen Staatsminister Spaenle zu einem Ortstermin eingeladen. Er soll sich selbst ein Bild von diesem Baudenkmal machen. „Ich möchte, dass Herr Dr. Spaenle sieht, um welch großartiges Bauwerk es sich handelt. Vor allem muss der Freistaat hier unterstützend tätig werden.“ Es gab bereits vielfältige aber leider erfolglose Initiativen – unter anderem von Staatsminister a.D. Günter Gloser. Mit der Unterstützung des ehemaligen Generalkonservators Prof. Dr. Greipl gab es früher schon den Versuch, im Palais und einem angrenzenden Neubau die Staatliche Bibliothek Ansbach unterzubringen. Seit zehn Jahren ist nun nicht geschehen, um das Gebäude zu retten. Der Stadtrat hat beschlossen, das Palais an privat zu verkaufen, was aber eine unbefriedigende Lösung ist. Mit der Unterstützung des Landesamts für Denkmalpflege eröffnen sich nun neue Chancen. |








