Ankündigungen lassen viele Fragen offen

Die Sprecherin der mittelfränkischen SPD-Landtagsabgeordneten, Helga Schmitt-Bussinger, sieht die heute konkretisierte Planung zur Stärkung der Hochschulstandorte Nürnberg-Fürth-Erlangen kritisch. „Dies ist keine weitsichtige und nachhaltige Planung für die Hochschulstandorte Nürnberg-Fürth-Erlangen.“

  • von  Team Schmitt-Bussinger
    24.04.2015
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„Der ‚Heimatminister‘ verkündet, durch den heutigen Kabinettsbeschluss seien die Universitätsstandorte in der Region gestärkt worden. Auch wenn ich mehr Studenten für Nürnberg immer begrüße: Durch eine Rochade gibt es an den Universitätsstandorten Nürnberg-Fürth-Erlangen nicht mehr Studierende. Die gäbe es, wenn der Freistaat mehr Geld für personell gut ausgestattete Lehrstühle bereitstellen würde, statt eine Flickschusterei aus Sonderprogrammen zu betreiben“, so Schmitt-Bussinger.

 

Auch sei es laut dem Heimatminister „ein guter Tag“, da der Freistaat 100 Millionen Euro allein für den Erwerb der Grundstücke „Auf AEG“ berappen müsse. „Das Quelle-Gebäude hätte der Freistaat stattdessen für 1 Euro bekommen“, gibt Schmitt-Bussinger zu bedenken. Die Abgeordnete fragt, was mit den Plänen zur Weiterentwicklung der TH in Nürnberg geworden sei. Diese hätte dringende Platzbedarfe für mehrere Fakultäten. Wo sollen diese denn unterkommen? Zudem sei bei den bestehenden Wissenschaftseinrichtungen „Auf AEG“ die Zukunft noch gar nicht klar: Die Finanzierung des Energie-Campus sei nach 2016 nach wie vor ungesichert.

 

„Den Umzug der ehem. EWF sehe ich kritisch. Die Lehrerausbildung hat eine lange und gute Tradition in Nürnberg. Vor Allem ist jetzt ungewiss, ob die maroden Räumlichkeiten vor dem Umzug überhaupt noch saniert werden. Das wäre allerdings katastrophal, da der bauliche Zustand schon jetzt untragbar ist, was auch die Staatsregierung weiß“, gibt Schmitt-Bussinger zu bedenken.

 

Der Wissenschaftsstandort Nürnberg hätte ein solideres Vorgehen verdient: „Ich hatte in einem Antrag das Wissenschaftsministerium aufgefordert, in Zusammenarbeit mit der Nürnberger Stadtverwaltung und externen Beratern einen Masterplan zur Stärkung des Hochschul- und Wissenschaftsstandorts und zur gleichzeitigen Steigerung der Studierendenzahlen in Nürnberg zu erarbeiten. Das wollte die CSU nicht. Man will Politik machen, die die eigenen Politiker kurzfristig ins Rampenlicht stellt und keine weitsichtige Politik, die langfristig der Metropolregion guttut.“