SPD ruft türkischstämmige Mitbürger zur Wahlteilnahme auf
„Ein Zeichen für Demokratie und Menschenrechte setzen“

„Der Aufruf von Präsident Erdogan, die großen demokratischen Parteien bei der anstehenden Bundestagswahl zu boykottieren, ist völlig indiskutabel“, kommentiert der Nürnberger SPD-Vorsitzende Thorsten Brehm die Einlassungen des türkischen Staatschefs, in denen er SPD, CDU und Grüne als „Feinde der Türkei“ bezeichnete. „Nach den massiven Repressionen gegen regierungskritische Journalisten und Verhaftungen ist das nun der vorläufige Gipfel einer ganzen Reihe an verbalen Entgleisungen und Provokationen“, meint der Sozialdemokrat.
Zusammen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Arif Tasdelen appelliert er an die türkischstämmigen Bürgerinnen und Bürger mit deutschen Pass, nun erst recht von ihrem Wahlrecht gebraucht zu machen und bei der Bundestagswahl ein klares Zeichen für Demokratie und Menschenrechte zu setzen.
„Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind derzeit zweifelsohne angespannt“, ist sich Tasdelen bewusst und weiß, wie wichtig auch der türkischen Gemeinschaft ein gutes Verhältnis zwischen den beiden Ländern ist. „Uns ist deshalb wichtig zu unterstreichen: Unsere Kritik richtet sich gegen den türkischen Staat und seinen Präsidenten. Es geht nicht gegen die Menschen in der Türkei und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger mit türkischen Wurzeln in Deutschland“, so der Abgeordnete.
Die SPD will sich deshalb auch zukünftig für zivilgesellschaftliche Kräfte, Menschenrechtsaktivisten und freien Journalismus einsetzen. „Die Sozialdemokratie steht an der Seite all derer, die für eine freiheitliche und demokratische Türkei kämpfen“, betont Brehm abschließend.








