Soltani: Heinrich wendet sich an Gabriel
Am 1. März ist der iranische Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani seit genau 2.000 Tagen inhaftiert. Die Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriela Heinrich hat die Resolution des Nürnberger Stadtrates für die Freilassung Abdolfattah Soltanis zum Anlass genommen, sich an den neuen Außenminister, Sigmar Gabriel, zu wenden.

In ihrem Schreiben bittet Heinrich den Bundesaußenminister, sich gegenüber dem Iran für die Freilassung des Trägers des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises einzusetzen. „Jede Gelegenheit muss genutzt werden, um sein Schicksal anzusprechen, das stellvertretend auch für viele andere steht, die sich für die Menschenrechte im Iran einsetzen“, so Heinrich. Sorge bereite ihr der sich verschlechternde Gesundheitszustand von Soltani. „Wir alle wünschen uns, Herrn Soltani bald in Nürnberg begrüßen zu können. Vielleicht ist die vorsichtige, aber noch fragile Öffnungspolitik des Iran eine neue Chance, die der Außenminister nutzen kann“, so Heinrich.
Am 1. März ist der iranische Menschenrechtsanwalt Abdolfattah Soltani seit genau 2.000 Tagen inhaftiert. Er wurde im Jahr 2012 zu 18 Jahren Haft, die später auf 13 Jahre reduziert wurden, und anschließendem Berufsverbot verurteilt. Vorgeworfen wurde ihm unter anderem sein Einsatz für politische Gefangene im Iran mit dem „Zentrum zum Schutz der Menschenrechte“, das er zusammen mit Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi gegründet hatte. Zu seinen angeblichen Vergehen gehört auch die „Annahme eines ungesetzlichen Preises“, dem Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis.








