Neues Studienkolleg in Nordbayern soll Region für internationale Talente attraktiv machen

Dr. Jochen Weinzierl (FAU), MdL Alexandra Hiersemann, FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger, MdL Helga Schmitt-Bussinger, MdL Stefan Schuster
Die Nürnberger Landtagsabgeordneten Helga Schmitt-Bussinger und Stefan Schuster sprachen gemeinsam mit ihrer Kollegin aus Erlangen-Höchstadt, Alexandra Hiersemann, mit dem Präsidenten der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Prof. Dr. Joachim Hornegger, über den Vorschlag der FAU, ein Studienkolleg in Nordbayern zu etablieren. Auf diese Weise könnten junge Talente aus dem Ausland Zugang zum Studium an der Universität Erlangen-Nürnberg erhalten und so gezielt an die Region gebunden werden, ob als wissenschaftlicher Nachwuchs oder als gefragte Fachkräfte für Unternehmen.
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Ein solches Studienkolleg könnte neben Studieninteressierten aus dem Ausland auch entsprechend vorqualifizierten Flüchtlingen zu Gute kommen: Um die in Forschung, Entwicklung und Wirtschaft dringend benötigten Wissenschaftler zu akquirieren, sei es unerlässlich, allen Talenten aus dem Ausland, die die entsprechenden Grundvoraussetzungen erfüllen, das Studium in der Region rasch und unkompliziert zu ermöglichen, wie der Präsident der FAU, Prof. Dr. Joachim Hornegger forderte.
Zentrales Instrument dafür sei die Schaffung eines nordbayerischen Studienkollegs, aus Sicht der SPD idealerweise im Städteviereck Nürnberg-Erlangen-Fürth-<wbr />Schwabach, das ausländischen Studierenden eine spezielle Vorbereitung auf ihr Fachstudium an Hochschulen bietet. Dies wäre aufgrund der zentralen Lage für ganz Nordbayern dringend notwendig für die Universitäten in Franken und der Oberpfalz, damit sich Studierende aus dem Ausland nicht mehr automatisch auf München als Studienort fokussieren. Denn dort befindet sich das derzeit einzige Studienkolleg für Universitäten Bayerns. Die SPD-Fraktion hatte die Schaffung bereits Ende 2014 in einem Antrag gefordert, über den allerdings noch nicht abgestimmt wurde. Die Abgeordneten hoffen, dafür nun eine Mehrheit zu finden, damit diese wichtige Maßnahme endlich Realität werden kann.
Weiterer Themenschwerpunkt war die Neustrukturierung der FAU, insbesondere mit der räumlichen Zusammenlegung der Standorte der Technischen Fakultät, welche auch im internationalen Vergleich ausgezeichnet aufgestellt sei, wie Prof. Dr. Hornegger betonte. Die geplante Weiterentwicklung mit deren Konzentration auf zwei Standorte, das Erlanger Südgelände und in Nürnberg "Auf AEG", sei für den Hochschulstandort Nürnberg und die Zukunftsfähigkeit der Universität ein guter Schritt, lobten die Abgeordneten.
Besonders für ausstehende Berufungsverfahren sei aber die zeitnahe Realisierung von sehr guten Rahmenbedingungen für Lehre und Forschung unerlässlich, so FAU-Präsident Hornegger. Hierzu gehörten Räumlichkeiten und Ausstattung, die der Spitzenposition der Technischen Fakultät entsprächen. Die Staatsregierung hatte verkündet, den Ankauf bis Ende 2015 abzuschließen. Schmitt-Bussinger ist allerdings skeptisch, ob dieser Zeitplan gehalten werden kann. Die Abgeordneten haben deshalb einen Antrag in den Landtag eingebracht, in dem die Staatsregierung aufgefordert wird, den Kauf des Areals "Auf AEG" in Nürnberg zur Ansiedlung von Hochschul- und Wissenschaftseinrichtungen bis Ende des Jahres 2015 abzuschließen. Zudem soll im Hochschulausschuss berichtet werden, wie sich der Zeitplan des Umzuges gestalten wird, ob beispielweise das Department Maschinenbau der Technischen Fakultät der FAU (wie von der FAU gewünscht) prioritär "Auf AEG" umgesiedelt werden kann und, wann mit einem Neubau für den Nuremberg Campus of Technology (NCT) "Auf AEG" begonnen werden kann. |








