Minister Söder verleiht Preise für Brauchtum erneut nur an Oberbayern: Weiß-blau ja, rot-weiß nein

Die Sprecherin der fränkischen Landtagsabgeordneten und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Helga Schmitt-Bussinger, kritisiert die einseitige Fixierung der Verleihung des Preises „Heimat Bayern“ von „Heimatminister“ Söder auf oberbayerisches Brauchtum.

  • von  Helga Schmitt-Bussinger
    14.09.2015
  • Beiträge [Partei]

Schmitt-Bussinger: „Minister Söder hat am Samstag wieder seinen ‚Heimat Bayern Preis‘ verliehen, um Menschen zu ehren, die sich ‚um die Heimat und die bayerische Kultur verdient gemacht haben‘. Daran ist nichts zu kritisieren. Offenbar verdienen das aber nur echte Oberbayern. Schwaben, Niederbayern, Oberpfälzer oder gar Franken gibt es für den Minister nicht. Den Preis haben bisher nur Oberbayerische Vereine bekommen, u.a. die Gebirgsschützen und der Verband der Königstreuen. Da kann das „Heimatministerium“ stehen wo es will. Was Heimat für Söder heißt, zeigt diese weiß-blaue Veranstaltung. Bei bayerischem Brauchtum zählt für ihn und seine Partei nur Oberbayern. Wer solche Scheuklappen trägt, kann auch keine Politik machen, die zum Ziel hat, allen Regionen Bayerns die gleiche Lebensqualität zu geben. Ich fordere den Minister auf, das nächste Mal ganz Bayern in die Liste der Ehrenden einzubeziehen. Denn auch bei uns gibt es wunderbares Brauchtum und Menschen, die sich darum verdient machen. Beispielsweise die Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik, den Fastnachtverband Franken oder den Oberpfälzer Kulturbund.“