Lärmschutz A 73: Innenminister will nicht handeln

Die Landtagsabgeordnete für Nürnberg-Süd, Helga Schmitt-Bussinger, hält die ablehnende Haltung von Innenminister Joachim Herrmann gegenüber einer tageszeitabhängigen Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A 73 zwischen Hafen-Ost und Nürnberg-Süd durch die vorhandene Streckenbeeinflussungsanlage für nicht nachvollziehbar

„Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb Innenminister Hermann sich weigert, die auf der A 73 vorhandenen elektronischen Verkehrsschilder zu verwenden, um auf diesem Teilstück der A 73 Tempo 80 km/h bei Nacht und Tempo 100 km/h tagsüber zu verordnen“, fragt sich Schmitt-Bussinger. „Das würde nichts kosten und die Lebensqualität der Menschen in den Siedlungen Süd verbessern.“

Da der Beginn des Ausbaus der A 73 und die damit zusammenhängende Realisierung des Lärmschutzes vermutlich noch einige Jahre dauern wird, bietet die Maßnahme der Einführung einer Geschwindigkeitsbegrenzung die Möglichkeit einer raschen Entlastung. Schmitt-Bussinger hatte dies zusammen mit der SPD-Siedlungen Süd und der SPD Stadtratsfraktion in einem Brief von Innenminister Hermann gefordert.

Dieser verwies in seiner Antwort darauf, dass die Lärmgrenzwerte zwischen Hafen-Ost und Nürnberg-Süd eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht zuließen. „Das subjektive Empfinden hat mit Berechnungen kaum etwas zu tun. Und wenn es die Möglichkeit gibt schnell und ohne Kosten den Anwohnern zu helfen, dürfen Messwerte nicht alleine eine Rolle spielen“, fordert die Abgeordnete für Nürnberg Süd.