Schmitt-Bussinger lädt Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf in den Landtag ein

Die gebürtige Oberdachstettenerin Helga Schmitt-Bussinger hat sich bei einem Besuch in Leutershausen von der Flughistorische Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf (FFGW) über die derzeitige Forschungslage zu den Errungenschaften des Flugpioniers informieren lassen

„Der Besuch hat mich in meinem Vorhaben bestärkt, dass die Leistungen des Mittelfranken Gustav Weißkopfs über unsere Grenzen hinaus gewürdigt und anerkannt werden“, so Helga Schmitt-Bussinger. „Ich habe deshalb den ersten und den zweiten Vorsitzenden der FFGW, Hans-Günter Adelhard und Martin Jendretzke, wie auch den Weißkopf-Forscher John Brown eingeladen, in den Wissenschaftsausschuss des Landtages zu kommen, wenn mein Antrag behandelt wird.“

Die für Wissenschaft und Kunst zuständige Abgeordnete fragt in einem Antrag u.a., wie die derzeitige Forschungslage hinsichtlich der technischen Entwicklungen und deren Erfolge der Brüder Wright und von Gustav Weißkopf ist und welche Streitpunkte es bei der Bewertung der Leistungen der beiden Seiten gibt. Insbesondere will sie berichtet haben, wie eine angemessene Würdigung der Leistungen von Gustav Weißkopf im Deutschen Museum vollzogen werden kann und ob dies durch Kurator Hans Holzer möglich ist, oder nur durch Heranziehung externer Experten. Holzer bezeichnet in seinem Buch zu Weißkopf diesen als Phantast und stellt seine Leistungen in Abrede. Die Darstellung der Leistungen der Luftfahrtpioniere Gustav Weißkopf aus Leutershausen und die der Brüder Wright im Deutschen Museum ist bereits seit einiger Zeit unter Fachleuten strittig, insbesondere der Weißkopf-Forscher John Brown will neue Belege dafür haben, dass Weißkopf 1901 tatsächlich mit seiner Flugmaschine Nr. 21 der erste motorisierte Flug der Welt gelang.

Schmitt-Bussinger: „Die Forschungsergebnisse der Flughistorischen Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf und von John Brown sind so überzeugend, dass sich die Fachwelt wie das Deutsche Museum nicht länger davor drücken kann, Gustav Weißkopf den ersten Motorflug zuzugestehen.“

Dafür will sich die Mittelfränkin auch weiterhin und unter Zuhilfenahme des Bayerischen Landtags einsetzen.