SPD-Altstadt lehnt Konzertsaal auf dam Augustinerhofgeländet ab

Die SPD-Altstadt lehnt den in Wahlkampfzeiten gestarteten Vorstoß, die Standortsuche für den zukünftigen Konzertsaal auch auf das Augustinerhofgelände zu erweitern, mit Entschiedenheit ab. Stattdessen soll der hochqualifizierte „Staab-Entwurf“ als einmütiger Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs so rasch wie möglich verwirklicht werden.

  • von  OV Altstadt
    24.02.2014
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Begründung des PRO (Staab-Entwurf):

Der Staab-Entwurf wurde auf der Grundlage eines Architekten-Wettbewerbs als eindeutig bester Entwurf preisgekrönt. Nach den jahrelangen Querelen um die Bebauung des Augustinerhofes ist es gelungen ein Nutzungskonzept, einen Städtebau, ein architektonisches Gestaltungskonzept vorzustellen, das quer durch die Nürnberger Bevölkerung und die befassten Gremien Zustimmung gefunden hat. Es ist per Bebauungsplan rechtlich gesichert und wirtschaftlich vernünftig realisierbar.

Die Baugenehmigung ist zwischenzeitlich erteilt, dem Baubeginn steht baurechtlich nichts mehr im Wege. Die Parkplatzzwischennutzung sollte auf die kürzeste Zeitdauer begrenzt werden. Der Staab-Entwurf war auch Vorgabe für den Wettbewerb Hauptmarkt/Obstmarkt. Auch die Bestrebungen zum Thema „Stadt am Fluss“ gehen davon aus. Die Chance einer solchen in jeder Beziehung qualitativ hochwertigen Entwicklung darf weder für die Altstadt, noch für ganz Nürnberg aufs Spiel gesetzt werden. Die kompletten kreativen, finanziellen und zeitaufwändigen Vorleistungen in Frage zu stellen, wäre ein Schildbürgerstreich.

Begründung des CONTRA (Konzertsaal):

Als die Hirne noch nicht vom Wahlkampf vernebelt waren, wurde der Augustinerhof einstimmig als Standort des Konzertsaals ausgeschlossen, weil:

 

  • ein solches Bauwerk die Maßstäblichkeit des Burgviertels sprengen würde 
  • die durch die – erfreuliche – Attraktivität des Burgviertels vorhandenen Verkehrsbelastungen ins Unerträgliche gesteigert würden. Die Zahlen der zu erwartenden Stoßbelastung sind bekannt 
  • eine introvertierte Nutzung entstehen würde, die den stadtentwicklerischen Zielen diametral entgegenstehen würde
  • das postulierte Oberziel, die Sebalder Altstadt und speziell das Burgviertel für Wohnzwecke zu erhalten und für die Zukunft zu stärken, gefährdet würde
  • ein unkalkulierbares zeitliches, finanzielles und rechtliches Risiko entstehen würde. Die Skandale des nächsten Jahrzehntes wären vorprogrammiert, der Augustinerhof bliebe ein unbebauter Zankapfel

 

Fazit:

Lasst uns den rundum erfreulichen Weg zur Neugestaltung des Augustinerhofes zeitnah zu einem guten Ende bringen! So kurz vor dem Ziel aus durchsichtigen Gründen eine populistische Wahlkampfblase in die Welt zu setzen ist verantwortungslos. Eine Elbphilharmonie ist genug.