Heinrich und Tasdelen besuchen Pirckheimer Gymnasium

Heinrich und Tasdelen informieren sich über Konzeption der Sprachförderung

  • von  Gabriela Heinrich
    13.12.2013
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Beim Besuch des Pirckheimer Gymnasiums informierten sich Arif Tasdelen und ich über die Konzeption der Sprachförderung dieser Schule in der Südstadt. Das Pirckheimer beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit dem Thema und stellt sich der Situation, dass immer mehr Kinder, die auf das Gymnasium wechseln, eine zusätzliche Sprachförderung benötigen, um erfolgreich das Abitur ablegen zu können. Dabei sind es bei weitem nicht nur die Schüler und Schülerinnen, die zu Hause eine andere Familiensprache sprechen, die hier gefördert werden: Auch viele Kinder aus deutschen Familien brauchen zusätzliche Hilfe, um auf dem Gymnasium bestehen zu können. 

Sprachförderung heißt hier:

  • Der Übergang auf das Gymnasium wird von den Pirckheimer Gymnasiallehrern und -lehrerinnen gemeinsam mit den Grundschule vorbereitet. Hier ist die bisherige getrennte Denken zwischen den Schulen aufgehoben und es wird gemeinsam an dem Ziel gearbeitet, den Kindern den Übertritt zu erleichtern und damit ein schnelles Scheitern auf dem Gymnasium zu vermeiden.
  • Zwei zusätzliche Deutschstunden in kleineren Gruppen helfen in der fünften Klasse, die Schriftsprache zu verbessern - denn gutes Deutsch sprechen natürlich alle Kinder, die auf das Gymnasium wechseln - egal welche Muttersprache sie sonst noch beherrschen.
  • In der gebundenen Ganztagsschule findet ein rhythmisierter Unterricht statt: Blockunterricht und Freizeitphasen ergänzen sich und es gibt keine schriftlichen Hausaufgaben. Oft ist das auch ein Segen für die Eltern.
  • Ergänzende Angebote wie Literaturkurse, eine Ausbildung zum Stadtführer oder Film- und Theaterprojekte fördern nicht nur das Sprachniveau, sondern ebenso das Geschichtsbewusstsein und die jungen Menschen können lernen, wie man sich überhaupt so benimmt - im Theater und bei anderen öffentlichen Anlässen. 

Für Arif Tasdelen, den integrationspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, und für mich wurde deutlich, dass nur eine durchgängige Sprachförderung - vom Kindergarten, über die Grundschule bis hin zur weiterführenden Schule - zum Erfolg führt. Hier ist auch die Landes- und Bundespolitik gefragt, damit diese Angebote weiter verstärkt werden. Einige Ansätze und Projekte dazu finden sich auch im vorliegenden Koalitionsvertrag.

Einig ist man sich am Pirckheimer, dass man nicht die Anforderungen an die Schüler und Schülerinnen senken darf, um mehr Jugendliche zum Abitur zu bringen. Manche brauchen nur eine besondere Hilfestellung bei der Sprachentwicklung, um erfolgreich zu sein - denn begabt genug sind sie.