
Am Frauentag werden Rosen verteilt, wir hören Statements zu gleicher Bezahlung, zur Frauenquote in Chefetagen, zur Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rente und zur sog. `Teilzeitfalle´.
Viele junge Frauen lässt das merkwürdig unberührt: Sie glauben häufig, sie könnten problemlos die Welt erobern. Mit Feminismus wollen die meisten nichts mehr zu tun haben – Frauenrechte zu vertreten ist nicht sexy und wird großzügig den Älteren überlassen. Die Grenzen der Eroberung werden ja oft auch erst im Berufsleben deutlich, wenn das Thema `Familie´ aktuell wird.......
Manchmal frustriert mich das: Was nutzt es, die Söhne zur Gleichberechtigung zu erziehen, wenn es die Töchter nicht mehr interessiert?
Allerdings – was will man verlangen, wenn selbst die zuständige Ministerin ihre eigene privilegierte Stellung mit Kinderfrau rund um die Uhr für bundesdeutsche Realität hält und das „bisschen Frauenfrage“ der deutlich älteren Arbeitsministerin überlässt?
Mädels, dass “Mutti“ regiert, ist noch kein Beweis dafür, dass das Thema `Gleichberechtigung´ erledigt ist. In der Türkei, in Indien, in Pakistan gab es viel früher Frauen in höchsten Staatsämtern und das hat für die Rechte von Frauen in diesen Ländern nichts gebracht.
Lasst uns lieber in Richtung Skandinavien schauen:
Gesetzliche Regelungen unterstützen dort die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorbildlich für Frauen und Männer. Familienorientierte Männer sind gesellschaftlich anerkannt – und diese sind, wie mir von jungen Frauen versichert wurde, trotzdem noch „sehr attraktiv“.








